Historie Schloss Schellenberg

Schloss Schellenberg, Essen  SchlossSchellenberg04

Im Süden der Stadt Essen erhebt sich auf einem Bergrücken, südöstlich des Stadtteils Rellinghausen, malerisch gelegen das Schloss Schellenberg. Eingebettet in ein reizvolles Waldgebiet unweit des Ruhrtals, bildet es eine für die weitere Umgebung wichtige und einflussreiche Anlage, die dort die Siedlungs- und Territorialgeschichte seit dem Mittelalter mitgestaltet.

Schloss Schellenberg wird als Burg und Adelssitz unter dem Namen „Haus auf dem Berge“ bereits seit dem 12. und 13. Jahrhundert erwähnt. Zunächst ist die Familie Broich von Mülheim Besitzer der Burg.

Nach verschiedenen Besitzerwechseln kauft Johan von Vittinghoff, genannt Schell, die Burg. Seither befindet sich Schloss Schellenberg im Besitz der Familie von Vittinghoff, genannt Schell zu Schellenberg. Die Familie ist seit 1992 im Mannesstamme ausgestorben und heutige Besitzerin ist Antoinette Freifrau von Elverfeldt-Ulm, die Tochter einer geborenen von Vittinghoff, genannt Schell zu Schellenberg.

Ursprünglich bestand Schloss Schellenberg aus einer Haupt- und Vorburg, die von einem Wassergraben umgeben waren. Im Laufe der Jahrhunderte wird der Besitz vermehrt, der Repräsentationsanspruch vergrößert sich, und das Ansehen der Anlage verändert sich von einer befestigten Burg zu einem Schloss.

Die Anlage bietet mit ihren verschiedenen und noch klar zu erkennenden Bauphasen auf engem Raum den Einblick in mehrere bauliche Epochen. Von der Gotik über barocke und klassizistische bis hin zu neugotische Stilausbildung reicht die Spanne. Schloss Schellenberg ist damit ein bemerkenswertes Zeugnis für den Profanbau mit hohem Anspruch.

Ende des 19 Jahrhunderts wird nahe des Schlosses mitten im Wald ein Förderschacht der Zeche Gottfried-Wilhelm niedergebracht. Die Familie Vittinghoff-Schell kämpft lange gegen die Zeche in ihrem Wald und kann es aber nicht verhindern. 1910 verlegt die Familie schlussendlich Ihren Wohnsitz nach Haus Kalbeck bei Weeze an den linken Niederrhein.

Als neue Nutzung der Schlossanlage erfolgt im Jahre 1919/29 eine Verpachtung an den katholischen Förderverein für Frauen, Mädchen und Kinder. Diese Nutzung als Kinder- und Mütterheim endet 1967.

In den 70er Jahren übernimmt die Höhere Landespolizeischule Schloss Schellenberg, die dort Seminare und Schulungen durchführte. Für diese Nutzung erfolgte eine komplette Sanierung der einzelnen Gebäudeteile in den 80er und 90er Jahren.

Nach dem Auszug der Landespolizeischule Ende 2003 wird die Schlossanlage für Büro- und Wohnzwecke aufgeteilt und zur Vermietung angeboten.

Seit 2013 hat die Kochschule ihren Sitz im Westflügel von Schloss Schellenberg.

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